Im Sommer 1977 ergriffen einige Nordhagener die Initiative zur Gründung der IV. Kompanie. Am 27. August 1977 wurde die erste Versammlung abgehalten. Dazu erfolgte noch keine offizielle Einladung, aufgrund von Mund zu Mund Propaganda trafen sich 28 Männer beim Dammkrug in Nordhagen. Stefan Kersting (+11.03-2015), Hubert Hüllmann (+17.07.2000) und Stefan .Hermelingmeier wurden beauftragt, mit der St.Heinrich Schützenbruderschaft Sudhagen und der St.Johannes Schützenbruderschaft Delbrück Gespräche über eine mögliche Mitgliedschaft zu führen.


So beschloss man, der St. Johannes Schützenbruderschaft Delbrück beizutreten und in dem Bataillon als IV. Kompanie am Delbrücker Vereinsleben teilzunehmen und es mitzugestalten. Die Entscheidung für Delbrück fiel leicht, da man kirchlich immer schon zu Delbrück gehörte und nun als eigenständige Kompanie das Nordhagener Vereinsleben gestalten konnte. Am 22.10.1977 fand die Gründungsversammlung statt. Oberst Bernhard Fraune, sein Stellvertreter Bernhard Hüllmann, die Hauptleute Theo Westerhorstmann (I. Komp.) und Karl Wischnewski (II. Komp.), der stellvertretende Kompanieführer der III. Komp. Theo Beiwinkel und der damalige Spieß der III. Kp. Manfred Simon vertraten das Bataillon. Schriftführer Eduard Arns führte das Protokoll. Gewählt wurden an diesem Abend Stefan Kersting (+11.03.2015) zum Kompanieführer, Hubert Hüllmann (+17.07.2000) zum stellvertretenden Kompanieführer, Bernhard (Berni) Brunnert (+22.05.2017) zum Kompaniespieß und Georg Beringmeier   (+ 12.08.1994) zum Adjutanten.


Erst am 3.12.77 wurden Wahlen für die weiteren Aufgabenbereiche abgehalten. So wurde Stefan Hermelingmeier zum Kassierer und Leonhard Hüllmann zum Schriftführer gewählt. Heinrich Balsmeier (+ 08.04.2013) und Heiner Brüggemeier wurden die ersten Gruppenführer der IV. Kompanie. Josef Dunschen aus Delbrück konnte an diesem Abend bei 52 Schützenbrüdern Maß nehmen und Schützenjacken verkaufen.
Sofort begann man mit der Gestaltung des Nordhagener Vereinslebens. Die erste Veranstaltung war am 16.12.1978 die Adventsfeier bei Schröders in der gemütlichen und geschmackvoll eingerichteten Kantine, wo auch vom 1978 bis 2001 jährlich das Kompaniefest gefeiert wurde.

Schon am 27.08.78, also genau ein Jahr nach der ersten Versammlung wurde in Nordhagen mit dem damaligen Vikar Mersmann ein Erntedankgottesdienst gefeiert. Weitere Veranstaltungen kamen hinzu, so z. B. Kompanieausflüge und Fahrradtouren durch das Delbrücker Land, seit 1986 jeweils am Karnevalssonntag eine Karnevalsveranstaltung, bei der immer wieder neue Nordhagener Künstler und Büttenredner entdeckt werden. 1985, nachdem in Nordhagen der Schulbetrieb aufgegeben wurde, erhielt die IV. Kompanie ihren Kompanieraum, der sich für das Vereinsleben als sehr vorteilhaft erwiesen hat.

Der Aufgabenbereich der IV. Kompanie ist sicher etwas anders zu verstehen als der der anderen Kompanien. Dazu muss man die politische und besonders die schulpolitische Situation Nordhagens kennen. Nordhagen gehört politisch gesehen zur Gemeinde Hagen. Deshalb besuchen die Kinder auch den Kindergarten und die Grundschule in Sudhagen. Nach der Grundschulzeit verlieren viele Kinder schon den Kontakt zueinander, da sie Schulen in Westenholz (Hauptschule), Delbrück (Realschule) und (Gymnasium) besuchen. Dadurch bedingt finden sich neue Anknüpfungspunkte z. B. durch eine Mitgliedschaft in einem Fußballverein, in verschiedenen Städten und Gemeinden. Da ein traditionelles Zentrum mit einer Kirche und einer Schule in Nordhagen fehlt, ist es unter anderem auch die Aufgabe der IV. Kompanie, eine Gemeinsamkeit zu schaffen, die das Gefühl der Zusammengehörigkeit fördert. Deshalb werden zu allen Veranstaltungen der IV. Kompanie auch alle Nordhagener eingeladen.